Benefizaktion der Galerie Wendelinskapelle

Marbach. Eine besondere Benefizaktion in der Galerie Wendelinskapelle unterstützte mehrere bedeutsame Einrichtungen in Marbach. Initiiert von Stadtmarektingmitglied Monika Schreiber wurden Werke aus ihrem künstlerischen Umfeld verkauft. Das Ziel war, den Erlös für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung zu stellen. Die Galerie Wendelinskapelle zeigte sich dabei nicht nur als Ausstellungsort, sondern auch als Ort, an dem künstlerische Produktion in soziales Handeln überführt wird.

Im Rahmen der Veranstaltung konnten mehrere Schecks überreicht werden. Der Schillerverein, die Bürgerstiftung Schillerstadt Marbach sowie die Diakonie erhielten jeweils 700 Euro. Die Marbacher Tafel wurde mit einem Betrag von 3.000 Euro bedacht. Die Übergabe erfolgte im Beisein der jeweiligen Vertreterinnen und Vertreter.

Für den Schillerverein nahmen Bürgermeister Jan Trost und Klaus Sassen die Spende entgegen. Die Bürgerstiftung wurde durch Dr. Michael Herzog vertreten. Für die Diakonie nahm Christa Stirm den Scheck entgegen, für die Marbacher Tafel Sigrid Ensslin.

Die Idee zur Benefizaktion entstand aus der langjährigen Arbeit von Monika Schreiber als Galeristin. Über viele Jahre hinweg baute sie ein Netzwerk von Künstlerinnen und Künstlern auf, deren Werke nun in den Dienst eines guten Zwecks gestellt wurden. „Viele Bilder hätten sonst vielleicht im Schrank gelegen“, so Schreiber. „So konnten wir sie weitergeben und gleichzeitig etwas bewirken.“

Die angebotenen Werke stammten aus einem breiten künstlerischen Umfeld, das Monika Schreiber über viele Jahre aufgebaut hat. Gezeigt wurden vor allem grafische Arbeiten und Druckgrafiken, häufig mit einem zeichnerischen Zugang. In ihrer Ästhetik verweisen viele der Arbeiten auf künstlerische Entwicklungen der zurückliegenden 30 Jahre, eine Phase, in der sich zahlreiche der beteiligten Künstlerinnen und Künstler in ihrem eigenen Ausdruck positioniert haben. Auffällig ist dabei, dass manche von ihnen zugleich pädagogisch tätig waren und ihr künstlerisches Arbeiten als eigenständige, persönliche Praxis neben dem Beruf entwickelt haben.

Der Erlös kam durch zahlreiche Beiträge zustande: durch Künstlerinnen und Künstler, durch Käuferinnen und Käufer sowie durch Unterstützende aus dem Umfeld der Galerie. Entsprechend groß war die Dankbarkeit bei den begünstigten Einrichtungen.

Dr. Michael Herzog betonte für die Bürgerstiftung in seiner Ansprache die Bedeutung solcher Initiativen: Er sprach von einer Initiative, die „nicht selbstverständlich“ sei und gerade deshalb eine besondere Wirkung entfalte. Die Mittel würden gezielt für soziale Vorhaben in Marbach eingesetzt.

Auch von Seiten der Marbacher Tafel wurde hervorgehoben, wie wichtig solche Zuwendungen für die tägliche Arbeit seien. Viele Menschen seien auf Unterstützung angewiesen, gleichzeitig werde ein Großteil der Arbeit ehrenamtlich getragen. „Deine Unterstützung kommt an. Sie wirkt direkt, sie macht einen Unterschied“, sagte Sigrid Ensslin von der Marbacher Tafel.

Die Benefizaktion endet damit nicht: Weitere Werke aus der Ausstellung sollen ebenfalls verkauft werden, der Erlös ist bereits für weitere Einrichtungen vorgesehen. Die Veranstaltung zeigt, wie künstlerische Praxis, persönliches Engagement und lokale Netzwerke ineinandergreifen können: Kunst wird als sozial wirksame Praxis erfahrbar, konkret in Form von Unterstützung für Menschen in Marbach.

lo/ssm · 26. April 2026

Buergerstiftung Schillerstadt Marbach profitiert von einer Benefizaktion der Galerie Wendelinskapelle · Stiftungspräsident Dr. Michael Herzog, Galeristin Monika Schreiber, Gerhard Schreiber und Sigrid Ensslin von der Marbacher Tafel

Buergerstiftung Schillerstadt Marbach profitiert von einer Benefizaktion der Galerie Wendelinskapelle · Stiftungspräsident Dr. Michael Herzog, Galeristin Monika Schreiber, Gerhard Schreiber und Sigrid Ensslin von der Marbacher Tafel